Amateurfunk Know-How - Info-Ecke Leoniden

Die Leoniden

Informationen über den Leoniden-Sternschnuppenstrom. (Quelle: Internet)

Leoniden 1998

Die Leoniden sind ein Sternschnuppenstrom, der alljährlich Mitte November zu beobachten ist. Dieses Jahr kommen die Leoniden am 17.11.1998 um cira 21.00 Uhr. Oder auch nicht! Der Sternschnuppenstrom hat seinen Namen vom Sternbild Löwe, aus dem er zu kommen scheint. Alle 33-34 Jahre ist er besonders ausgeprägt. Das Material stammt aus Resten des Kometen Temple-Tuttle.

Historisches:

11.- 12.11.1799 durch Alexander von Humboldt in Venezuela beobachtet. Er erhielt von Eingeborenen zusätzlich Berichte über einen ähnlich ausgeprägten Meteorschauer aus dem Jahre 1766.

1832 erneut erhöhte Sternschnuppenaktivität mit ca. 10000 Meteoren / Stunde. 13.11.1833 morgens noch höhere Aktivität als 1832.

1866 Bestätigung von Wilhelm Heinrich Oblers Vermutung, daß die Leoniden eine Periode von 33-34 Jahren aufweisen.

1899 Aufgrund von Bahnstörungen durch Jupiter und Saturn blieb das erwartete Himmelsschauspiel aus. 14.-15.11.1900 Erhöhte Raten von ca. 1000/h.

1933 Auch nur leicht erhöhte Raten.

1966 Nach erneuten Bahnstörungen sehr hohe Raten von ca. 140000/h, allerdings nur in den USA zu beobachten.(s. Sky&Telescope 1967 / S.4)

Vorhersage für 1998:

Die Vorhersage der Häufigkeit von Meteorerscheinungen ist sehr unzuverlässig, da niemand die Verteilung der Materie, die sich zudem durch Störungen der großen Planeten ändern kann, kennt. Nach Berechnungen soll das Maximum auf den 17.11.1998 21.00 Uhr MEZ fallen. Zu dieser Zeit ist der Löwe bei uns noch nicht aufgegangen. Mit den besten Beobachtungsbedingungen ist in der Mongolei zu rechnen, da dort das Maximum in die Morgenstunden, wenn der Radiant im Löwen hoch über dem Horizont steht. Eine erhöhte Leonidentätigkeit ist aber auch bei uns zu erwarten, selbst wenn sich das Maximum an die Berechnungen hält. Die Beobachtungsmöglichkeiten werden durch Neumond begünstigt.

Nächstes Jahr haben dann wir Europäer unsere Chance, wenn die Erde die Kometenbahn in den Morgenstunden schneidet, nur der Mond wird uns dann aber nicht mehr so günstig gewogen sein wie 1998. Aber vielleicht verspätet sich das Maximum ja um ein paar Stunden...

Begriffserklärungen zur Thematik:

Radiant:

Sternschnuppen scheinen einem bestimmten Teil des Himmels zu entströhmen. Dies ist ein rein perspektivischer Effekt, in der Realität sind die Bahnen der Meteoriden parallel. Verlängert man diese scheinbaren Flugbahnen zurück, so treffen sie sich scheinbar in einem als Radiant bezeichneten Fluchtpunkt. Das Sternbild in dem sich dieser Fluchtpunkt befindet gibt dem Meteorenschwarm seinen Namen (Leo/Löwe -> Leoniden, Perseus -> Perseiden).

Achtung Falle:

Die im Volksmund "Sternschnuppen" genannte Erscheinung wird wissenschaftlich der oder das Meteor genannt. Dieser Begriff bezeichnet streng genommen nur den am Himmel beobachtbaren Leuchtvorgang. Meteoride hingegen sind die festen "Kleinteile" im Weltall, die zu klein sind, um in die Reihe der Planetoiden aufgenommen worden zu sein. Tritt ein Körper schließlich durch die Erdatmosphäre und landet auf der Erde so spricht man von Meteoriten. Helle Meteore (über -4m) werden im Deutschen als Feuerkugel oder Boliden bezeichnet.


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